Mood Indigo

Eine Hommage an Barney Bigard

Barney BigardIm Jahre 2006 feierte die Jazzwelt den hundertsten Geburtstag des großen New-Orleans-Klarinettisten Barney Bigard. Thomas l’Etienne, einer der herausragenden Klarinettisten Europas im Stil der kreolischen New-Orleans-Klarinette nahm diesen Geburtstag zum willkommenen Anlass für eine musikalische Hommage an sein Idol.

Barney Bigard wurde in New Orleans zu einer Zeit geboren, als in der Stadt am Mississippi der Jazz geboren wurde, und Barney leistete schon in jungen Jahren einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung dieser Musik. Im Jahre 1925 ging er nach Chicago, um dort Mitglied de Bands Joe King Olivers zu werden. Bald schon machte er Plattenaufnahmen mit Jelly Roll Morton. 1928 bat ihn Duke Ellington, Klarinettist in dessen Orchester zu werden. 14 Jahre war Barney wichtiger Bestandteil des einmaligen Sounds der Ellington-Band in ihrer vielleicht musikalisch großartigsten Periode. Nach ein paar Jahren als free-lancing Musiker folgte Barney dann dem Ruf seines alten Freundes Louis Armstrong und wurde von 1947 Mitglied von Louis’ All Stars.

Die musikalische Rückschau umfasst alle Perioden von Barneys Leben und seiner erstaunlichen musikalischen Karriere. Sie ist auch Thomas l’Etiennes ganz persönliche Liebeserklärung an die Klarinette und besonders an die großen Exponenten der kreolischen Spielweise. Er stellt auch für diese Hommage geschriebene Eigenkompositionen vor.

Im Jahre 2006 war „Mood Indigo“ einer der unumstrittenen Höhepunkte auf den Jazzfestivals in Ascona und Breda. Der Erfolg des Programms, aber vor allen Dingen Ulis und Thomas’ Liebe und Bewunderung für Barney Bigard veranlassten die Creole Clarinets die Hommage auch in den Jahren nach dem runden Geburtstag des Meisters aufzuführen und an der Musik Barneys weiter zu arbeiten.